Die Varietébranche fürchtet um ihre Existenz!

Fotosammlung von Fotodesign Schrittesser und Reportagefotos von a]dabei international...
Harald Schrittesser

Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es in Deutschland wieder private Varieté-Theater, die sich mit ihren artistisch-musikalischen Programmen im gehobenen Ambiente und bei gastronomischer Versorgung zunehmender Beliebtheit erfreuen. Die Spielstätten mit Platzkontingenten von 200 bis 600 Plätzen finden in Bremen ebenso Zuspruch wie in München, Hamburg, Berlin, Frankfurt oder Leipzig. Mehr als zwei Millionen Gäste besuchen pro Jahr die Vorstellungen. Für ihre Zufriedenheit arbeiten in den Theatern im Laufe der Saison 1.300 Künstler (Artisten, Choreografen, Ausstatter, Lichtdesigner u.a.). 2.350 Beschäftige in Voll- und Teilzeit sind darüber hinaus für die Unternehmen tätig, die insgesamt einem Jahresumsatz von mehr als 120 Millionen Euro erwirtschaften.


Doch jetzt muss die populäre Branche um ihre Existenz bangen. Alle Spielstätten wurden per Erlass zusammen mit Kinos, Opernhäusern und Schauspielbühnen im März geschlossen. Zwar reduzierten die Betreiber daraufhin ihre vertraglichen Verpflichtungen, doch die enormen laufenden Kosten greifen die Rücklagen an und bereiten zunehmend Sorgen. Die Entwicklung lässt, wenn nicht eingegriffen wird, in absehbarer Zeit die ersten Insolvenzen erwarten. Ein Bereich der Kultur droht damit wegzubrechen, dessen Renaissance einmalig ist, da sie nur in Deutschland stattgefunden hat.


Als private Unternehmen erhalten die Betreiber bislang keine öffentliche (Kultur-)Förderung. Sie befürchten, mit den zumeist öffentlich finanzierten Stadt- und Landestheatern oder der Gastronomie in einen Topf geworfen zu werden. Dabei bieten die Varieté-Theater gegenüber der Gastronomie den Vorteil, dass die Gäste an festdefinierten Plätzen sitzen und über die gebuchten Karten auch die Kontaktdaten bekannt sind. Anders als in den klassischen Theatern sitzen die Gäste an Tischen und nicht eng nebeneinander in Reihe. Die geforderten Abstände und Einhaltung der Hygiene-Vorgaben könnten somit ohne großen Aufwand umgesetzt werden.


Dafür aber braucht die Varieté-Welt eine zeitliche Perspektive für eine Wiedereröffnung, eine rasche Wiedereröffnung! Denn wir müssen fürchten, dass es im Herbst – ohne öffentliche Unterstützung – keine privaten Varieté-Theater mehr geben wird!




Das GOP Varieté-Theater Bremen wurde im September 2013 eröffnet und ist der größte sowie modernste privat finanzierte Varieté-Theater Neubau in Deutschland. Der eigens für GOP gebaute Entertainmentkomplex besticht durch seine außergewöhnliche Architektur und integriert sich mit dieser nahtlos in das moderne Flair der Überseestadt. Warme Farben mit eleganten Dekorelementen und edlen Hölzern verbinden sich zu einer atemberaubenden Kulisse für einzigartige Showerlebnisse. Unter einem Dach befinden sich auf einer Gesamtfläche von 4.000 Quadratmetern das weitläufige Foyer mit einer Bar und einladender Lounge sowie der stimmungsvolle Varieté-Saal mit 400 Sitzplätzen, die sich über zwei Ebenen stufenförmig auf 4er und 6er Tische verteilen. Das tageslichtdurchflutete Restaurant Leander mit direkter Weserlage und herrlicher Sonnenterasse bietet zudem Platz für 200 Gäste. Der ADIAMO Dance-Club bietet schließlich für 450 Personen, die gerne stilvoll ausgehen und tanzen, jeden Freitag und Samstag einen geselligen Treffpunkt. Direkt mit dem GOP verbunden, ist das Hotel Steigenberger Bremen mit seinen 124 modern ausgestatteten Zimmern und unterschiedlich großen Tagungsräumen.




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