Brandkatastrophe in Griechenland: SOS-Kinderdörfer helfen Überlebenden

Das SOS-Babyhaus in Penteli in der Nähe von Athen.
Fotosammlung von Fotodesign Schrittesser und Reportagefotos von a]dabei international...

Athen – Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland in der Nähe von Athen mit vielen Toten sind die Hilfsaktionen für Überlebende und Geschädigte angelaufen. Die SOS-Kinderdörfer beteiligen sich mit einem mobilen Team.

Harald Schrittesser

„Angesichts dieser entsetzlichen Katastrophe haben wir sofort entschieden, dass wir den Menschen in den betroffenen Gemeinden helfen müssen“, erklärt George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland. „Viele Überlebende des Feuersturms sind nur knapp dem Tod entronnen, Kinder haben Entsetzliches erlebt und Familien stehen vor dem Nichts.“ Ein mobiles Team der SOS-Kinderdörfer – ein Sozialarbeiter, ein Psychologe und ein Kinderpsychologe – beteiligt sich an der humanitären Hilfe in der Katastrophenregion von Mati, Rafina und Kineta, um Kindern und Familien nach dem Inferno beizustehen.

Der Feuersturm hatte auch das SOS-Babyhaus in Penteli bedroht, wo 17 Kinder betreut werden. „Als die Flammen immer näher kamen, bereiteten wir die Evakuierung vor, doch dann drehte sich der starke Wind und die Babys waren gerettet“, berichtet Protopapas.

Die Feuer östlich von Athen haben Dutzende Tote gefordert. Die Einsatzkräfte bergen weiter Leichen, viele Menschen werden zudem vermisst. Die Zahl der Opfer droht auf mehr als 100 anzusteigen. Rund 1000 Häuser in der Region sind völlig niedergebrannt. Die Einsatzkräfte konnten, so aktuelle Berichte, die Brände mittlerweile weitgehend löschen.

Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.



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