Neues Quartier und alte Arkaden – „Kaufhallen-Areal“ Neugestaltung? – „Focke Schandfleck“ bleibt? Wieder Randale im Allerpark

Fotosammlung von Fotodesign Schrittesser und Reportagefotos von a]dabei international...

In der niedersächsischen Kleinstadt Verden wird es einem nie langweilig, irgendetwas geht immer oder auch daneben, kommt wieder eine große Fehlplanung auf die Bürger/innen zu? Und wann hören die unglaublich aggressiven Randalen im Allerpark endlich auf. Da könnte man doch fast den Werbeslogan „Verden erleben“ wörtlich nehmen und vielleicht sogar die >>Verden Touristen<< zum „Verden Abenteuer pur“ einladen.

Verden/JL(HS) – In den letzten Monaten stellte die Stadt Verden  in den Print-Medien den Entwurf zur Gestaltung der sogenannten Stadtkante ( ehemaliges Kaufhallen-Areal, jetzt REWE und Zimmermann ) der Öffentlichkeit vor. Das Areal soll eine Größe von ca. 7600 qm darstellen, ein Lebensmittelmarkt, moderne Läden, offensichtlich recht teure Wohnungen und sogar ein Hotel sollen da in Zukunft die Verdener Bürger und Bürgerinnen beglücken. Eine Hamburger Immobilienentwicklungsgesellschaft (BPD) hat den „Investoren-Wettbewerb“ gewonnen und soll das Projekt Verdener Stadtkante nun ab 2019 realisieren, es sind aber wohl noch keine verbindlichen Verträge unterzeichnet worden.

Bildquelle: Stadt Verden

Natürlich gibt es hierzu wieder die unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten in der Bevölkerung, jedoch sollte man aber eigentlich auch froh sein, dass nach jahrelangem eher nutzlosem Palaver nun endlich einmal ein Ansatz zur Verwirklichung des Bauvorhabens zu erkennen ist. Voller Optimismus spricht der Projektentwickler von einem Baubeginn Frühjahr 2019 und gleichzeitig aber auch von der ungeklärten Situation des „Kaufhallenabrisses“. Da fragt man sich doch zwangsläufig ==> Wie passt das denn so zusammen?

Dass man auch hier wieder einen relativ großen Platz für Gastronomie etc. vorgesehen hat, erinnert irgendwie fatal an den freien Platz auf dem Holzmarkt, wo genau auch solch eine Nutzung mit Innen–und Außengastronomie vorgesehen war. Freie Plätze/Flächen scheinen es den verantwortlichen im Verdener Rathaus angetan zu haben, befindet sich doch in unmittelbarer Nähe des „Kaufhallen -Areals“ eh schon eine sehr große und auch völlig freie Fläche, die tatsächlich von einigen Mitbürger/innen ach so würdevoll und hochtragend Aller–Park  genannt wird. Die bevorstehende Frühjahrs- u. Sommerzeit wird es ganz sicher wieder zeigen, dass diese eher freie Fläche sehr weit von einer parkähnlichen Gestaltung und Nutzung entfernt ist. Das könnte den Investor der geplanten Stadtkante unter Umständen zum Umdenken anregen. So kam es bereits am 07.04.2018 gegen Abend, das warme Wetter war gerade mal ein paar Stunden alt, wieder einmal zu einer großen und unglaublich aggressiven Randale. Unzählige meist junge „Parkbesucher“ gingen aufeinander los und prügelten was das Zeug`s hielt, völlig sinnlos und teils auch total unkontrolliert. Einige waren offensichtlich stark betrunken, andere Randbeobachter stachelten das Ganze zusätzlich an, fanden es sogar auch echt toll und unterhaltsam. Mächtig Mut zeigte dabei ein bekannter Verdener Anwalt und ging ganz unvermittelt dazwischen, zeigte Zivilcourage vom Feinsten. Die Rauferei löste sich dann Gott sei Dank recht schnell auf als ein großes Polizeiaufgebot im Anmarsch war. Es war sehr erstaunlich, wie schnell sich die Situationen hochschaukelten, innert 2-3 Minuten war ein großer Teil des Aller-Parks von dieser Massenschlägerei betroffen. Da fiel schon fast niemanden mehr auf, dass inmitten der „Kampfarena“ eine junge Frau offensichtlich besinnungslos am Boden lag. Augenscheinlich hat die Frau zu tief in das Mündungsloch einer mit Alkohol gefüllten Flasche geschaut, jedenfalls brauchte Sie ärztliche Hilfe, ein Rettungswagen war da auch sehr schnell vor Ort und die Crew versorgte die junge Frau. (a]dabei international berichtete bereits letztes Jahr am 31. August 2017 über solche massiven Ausschreitungen, die lokale Presse ebenso in verschiedenen Artikeln) Hier geht es zum Artikel von a]dabei international vom 31. August 2017

Bei dem ganzen Planungsdesaster Stadtkante und die mit einbezogenen Missstände im Aller-Park kann man nur noch hoffen, dass das vom Projektentwickler erstellte Konzept „eine historische Wegebeziehung der Straßen Reeperbahn, Hinter der Mauer und  Ritterstraße“ eine Einbeziehung der zwischenzeitlich im Volksmund  „Focke-Arkaden“ genannte Ruine beinhaltet. Bei der Vorstellung des Gesamtprojektes mit keinem Wort den Schandfleck Verdens zu erwähnen, ist doch gegenüber der Verdener Bevölkerung der Beweis dafür, dass eine propagierte Bürgerbeteiligung offensichtlich gar nicht ernsthaft stattfindet.

Warum nennen die Verantwortlichen bei dieser sich anbietenden Gelegenheit nicht einmal jetzt den wirklichen Stand der Verhandlungen, Planungen und Absprachen mit der Grundstücksbesitzerin bzw. deren Architekten? Nachdem sich auch das vor Jahren angebrachte Bauschild zwischenzeitlich der Ruine angepasst hat, wäre es Zeit all denen, die sehr gern in ihrer Stadt leben, nun endlich „reinen Wein einzuschenken“. Und die Sicherheit im Aller-Park für die Verdener Bürger/innen muss natürlich auch sehr zeitnah hergestellt werden., und zwar dauerhaft.


 



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1 Kommentar zu "Neues Quartier und alte Arkaden – „Kaufhallen-Areal“ Neugestaltung? – „Focke Schandfleck“ bleibt? Wieder Randale im Allerpark"

  1. Jan Meyer | 8. April 2018 um 6:56 |

    Man sollte dieses Areal einzeunen und Schafe weiden lassen.

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